Dreame L10s Ultra Gen 3 Kit und X60 Pro Master: Worauf es bei Saugrobotern ankommt
24. September 2026
Bei einem Saugroboter zählen nicht nur die Pa-Zahl oder die App. Entscheidend ist, ob er durch eure Wohnung kommt, bis in die Ecken reinigt und die Wischmopps ordentlich trocknet. Ich schaue mir dafür zwei Dreame-Modelle an: den L10s Ultra Gen 3 Kit als günstigeren Einstieg und den X60 Pro Master mit kompakter, festwasserfähiger Station.
1. Schwellen und Absätze in eurer Wohnung
Schaut vor dem Kauf einmal nach, wo die höchste Kante liegt: Türschwellen, Übergänge zwischen Räumen oder eine einzelne Stufe. Schon ein paar Millimeter können entscheiden, ob der Roboter den Raum selbstständig erreicht. Der L10s Ultra Gen 3 Kit ist laut Hersteller für Hindernisse bis 2 cm ausgelegt. Beim deutlich teureren X60 Pro Master nennt Dreame bis zu 5,2 cm für eine einzelne Stufe und bis zu 10 cm für eine Doppelstufe. Das sind Herstellerwerte; Form und Breite des Absatzes spielen ebenfalls eine Rolle.
2. Ausfahrbare Seitenbürste für die Ecken
Eine normale Seitenbürste reicht nicht immer bis in die Ecke. Beim L10s fährt die Seitenbürste aus, damit sie Schmutz an Kanten und aus Ecken besser erreicht. Der X60 Pro Master hat ebenfalls eine ausfahrbare Seitenbürste. Für mich ist das inzwischen fast schon Pflicht, wenn ihr möglichst wenig nacharbeiten wollt.
3. Passt der Laserturm unter eure Möbel?
Messt den Abstand unter Sofa, Bett und Sideboard – am besten an mehreren Stellen, denn Böden sind nicht immer ganz eben. Der L10s ist laut Datenblatt 9,7 cm hoch. Beim X60 Pro Master senkt sich der VersaLift-Sensor ab; Dreame gibt 8,9 cm Höhe mit abgesenktem Sensor an. Das kann den Unterschied machen, wenn ihr unter niedrige Möbel reinigen wollt. Messt trotzdem mit etwas Reserve.
4. Wischmopps waschen und trocknen
Feuchte Mopps sollten nach dem Reinigen getrocknet werden, sonst können sie schnell unangenehm riechen. Die L10s-Station trocknet die Mopps mit 45 °C warmer Luft. Beim X60 Pro Master werden sie mit bis zu 100 °C heißem Wasser gereinigt; auch hier gehört eine automatische Trocknung zur Stationspflege. Das ist ein Komfortmerkmal, auf das ich nicht mehr verzichten möchte.
5. Festwasseranschluss gleich mitplanen
Der L10s Ultra Gen 3 Kit hat Frisch- und Schmutzwassertanks, aber keinen Festwasseranschluss. Der X60 Pro Master lässt sich mit einem Wasseranschluss-Kit an Frischwasser und Abwasser anschließen. Wenn ihr ohnehin eine neue Küche plant, überlegt früh, wo die Station stehen soll und ob dort Wasser und Abwasser erreichbar sind. Das spart späteres Nachfüllen und Entleeren, braucht aber einen geeigneten Installationsort.
Welcher passt besser?
Der L10s Ultra Gen 3 Kit bringt bereits eine ausfahrbare Seitenbürste, Moppreinigung und Warmlufttrocknung mit. Er passt eher, wenn eure Schwellen niedrig sind und ihr die Wassertanks selbst befüllen und leeren könnt.
Der X60 Pro Master ist interessant, wenn ihr hohe Übergänge habt, niedrige Möbel unterfahren wollt oder die Station direkt ans Wasser anschließen möchtet. Prüft die Maße und Installationsmöglichkeiten bei euch zu Hause, bevor ihr euch entscheidet.
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